Urlaub in Lettland

Jurmala - Rigastrand

Einwohner: ca. 55.600

Auf über 30 Kilometern aalt sich der Bade- und Kurort Jūrmala zwischen dem Fluss Lielupe und der Ostsee auf einer Landenge an der Rigaer Bucht, wenig außerhalb der lettischen Landeshauptstadt Rīga. Bereits im frühen 20. Jahrhundert eine beliebte Sommerresidenz der deutsch-lettischen Adeligen und Intellektuellen, insbesondere der Ortsteil Bulduri, überdauern elegante hölzerne Villen als elitäre Zeitzeugen, darunter das an der Lielupe schlummernde ehemalige Sommerhaus der lettischen Dichterin Aspazija.

Heutzutage öffnet Jūrmala für jedermann. Das größte Seebad im gesamten Baltikum ist sowohl bekannt für seinen ausgedehnten, von Kiefernwäldern gesäumten Sandstrand mit ausgezeichneter Wasserqualität (Blaue Flagge), für seine Freizeitmöglichkeiten und Kulturevents (z.B. Musikwettbewerb Jaunais vilnis für junge Musiker aus Gebieten der ehemaligen Sowjetunion), für seine herrliche Promenade und die einladende Gastronomie im Hauptort Majori, für die neu entstandenen und restaurierten Hotels als auch für seine schwefelhaltigen Heilquellen, Kur- und Wellnesseinrichtungen. Ein atmosphärischer Hauch einstiger Zarenzeit umhüllt gleichwohl den weißen Kurpalast (zukünftiges Kempinski Grand Hotel) im landeinwärts gelegenen Kemeri.

Einsichten in die Entstehungsgeschichte Jūrmalas erhalten Interessierte im kleinen Museum in Mahori (Geschichte des Ortes und des Strandlebens, Ausstellung historischer Bademode), im Freilichtmuseum in Lielupe (Fischerleben des 19. Jahrhunderts) sowie angesichts der aus der Zarenzeit stammenden hölzernen Bahnhofsgebäude in den einzelnen Ortsteilen (v.a. Bulduri, Majori, Dubulti, Kemeri).